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4 Generationen  

Erfolgreichster Roadster aller Zeiten

Erst Lust, dann Liebe: Heute ist der Mazda MX-5 das Urmaß und Vorbild für alle offenen Sportwagen. Ein Roadster nach klassischem Layout mit Frontmotor und Hinterradantrieb, der seit dem Jahr 2000 im Guinness Buch der Rekorde als meistverkaufter zweisitziger Sportwagen aller Zeiten geführt wird. Über 1.000.000 MX-5 wurden bisher ausgeliefert, davon über 113.000 in Deutschland. Zahlen, die vor einem Vierteljahrhundert kaum jemand für möglich hielt. Damals machte der sportlichste Mazda eine Vision zur Wirklichkeit. Die Vision des amerikanischen Motorjournalisten Bob Hall und des Entwicklungschefs und späteren leitenden Direktors von Mazda, Kenichi Yamamoto. Zwei Automobilenthusiasten, die einen begehrenswerten und bezahlbaren offenen Roadster nach englischem Vorbild konzipiert hatten, kombiniert allerdings mit der Ganzjahrestauglichkeit moderner Cabriolets und ebenso effizienter wie zuverlässiger Technik. Am 11. Februar 1989 feierte dieser Traum von einem Roadster auf der Chicago Auto Show seine umjubelte Publikumspremiere als Mazda MX-5 oder Mazda Miata, wie er in Amerika heißt.

Von der Kreidezeichnung zum König der Roadster

Eine Kreideskizze war die Keimzelle für die Entstehung des erfolgreichsten Roadsters aller Zeiten. Auf einer eher zufällig an der Wand hängenden Tafel fassten der Publizist Bob Hall und der Ingenieur Kenichi Yamamoto im Februar 1979 das Ergebnis eines Gesprächs und Brainstormings zusammen. Yamamoto, der sich gerade über die sensationellen Erfolgs des Kreiskolbenmotor-Sportwagens Mazda RX-7 auf dem amerikanischen Markt freute, hatte Hall am Ende eines Interviewtermins gefragt, was Mazda als nächstes machen solle. Für den Journalisten Hall war die Antwort klar. Der erschwingliche Roadster wartete auf ein Revival. Wachsende Anforderungen an Sicherheit und Komfort, aber auch die mangelnde Zuverlässigkeit vieler Typen hatten damals das Schicksal der offenen Zweisitzer gerade besiegelt. Wie aber einen neuen Roadster rentabel machen?

Fünf Jahre und zahlreiche Sportwagenstudien später war die Antwort gefunden und Mazda gab das „Go“ für die Entwicklung eines neuen preiswerten Roadsters. Inzwischen hatte Kenichi Yamamoto die Führung der Mazda Motor Corporation übernommen und sich bei Ausfahrten in den japanischen Hakone-Bergen durch einen Triumph Spitfire vom Roadster-Virus infizieren lassen. Schließlich verdankte Mazda seine größten Erfolge von Anfang an ganz besonders den sportlichen Modellen, die zugleich immer wieder überraschende Trends setzten. Sei es 1960 mit dem winzigen Mazda R360 Coupé als erstem sportivem Lifestyle-Modell im sonst so pragmatischem Kei-Car-Segment oder eben ab 1978 mit dem Mazda RX-7 als revolutionärem Kreiskolbenmotor-Sportwagen. Genau wie der RX-7 sollte auch der Mazda MX-5 vor allem Amerika und dabei besonders die klimatisch begünstigten Staaten wie Kalifornien als Hauptabsatzmarkt gewinnen. Statt des ebenfalls angedachten Wankel-Motors wie im RX-7 wählten die Japaner dann aber doch einen traditionellen Hubkolben-Vierzylinder.

Inzwischen war zudem Bob Hall zum Produktplaner im 1981 eröffneten kalifornischen Mazda Entwicklungszentrum Irvine ernannt worden. Das Roadster-Projekt mit der Codenummer 729 nahm nun Formen an. In Irvine entstand das Konzept eines klassischen Zweisitzers mit Frontmotor und Hinterradantrieb, das sich gegen zwei japanische Parallelentwürfe mit Mittelmotor und alternativ Vorder- bzw. Hinterradantrieb behaupten konnte. Vor allem als Shinzo Kubo (Japan) und Mark Jordan (USA) unter der Leitung von Shigenori Fukuda (Japan) in der Sonne Kaliforniens die Linien des charismatischen Roadsters zeichneten. Trotz scheinbarer formaler Nähe zu legendären englischen Vorbildern fand das Designteam eigenständige Linien für den offenen Mazda, ein Design, das später selbst Maßstab für andere Sportwagen wurde. Während der Prototypenbau und erste Fahrerprobungen des Mazda MX-5 anschließend im roadsteraffinen England erfolgten, war Hiroshima zuständig für die finale Entwicklung des Zweisitzers. Tatsächlich machte diese globale Entwicklung den Mazda MX-5 in seinem Wesen zu einem echten Weltauto, das von allen Kontinenten das Beste mitnahm.


 
Die erste MX-5 Generation (NA): Die Welt im Roadster-Rausch

Im Februar 1989 war es dann endlich soweit: Mazda machte die Sensation perfekt und präsentierte auf der Chicago Auto Show mit dem MX-5 bzw. Miata die Renaissance des längst totgesagten traditionellen Roadsters. Es war ein emotionales und umjubeltes Debüt, wie es die Autobranche selten feiert. Als die rot und sonnengelb lackierten Roadster enthüllt wurden, brandete Beifall auf von Presse und Publikum – aber auch von den umstehenden Managern vieler konkurrierender Automobilmarken, die nun dem neuen Roadster aus dem Land der aufgehenden Sonne Respekt zollten. Mazda hatte einmal mehr den Mut, eigene Wege zu gehen und mitten ins Schwarze getroffen. Die Welt war und ist sich bis heute einig: Der MX-5 bietet den Fahrspaß früherer offener englischer Sportwagen, zusätzlich aber Zuverlässigkeit, Wetterschutz und alltagstauglichen Komfort für alle Jahreszeiten.

Das Ganze gekleidet in klassisches Zweisitzer-Design mit langer Motorhaube, kurzem Heck und anfangs mit modisch-markanten Klappscheinwerfern. 3,97 Meter kurz und 955 Kilogramm leicht widersetzte sich der offene Mazda dem in der Industrie damals noch dominie-renden Trend zu schwerer und größer ist besser. Stattdessen orientieren sich die Mazda Ingenieure bis heute am japanischen „Jinbai Ittai“, der Einheit von Ross und Reiter. Diese Symbiose geht zurück auf das Ritual des „Yabusame“, bei dem ein Bogenschütze während des Reitens einen Pfeil auf die Zielscheibe abschießt. Um zu treffen, müssen Mensch und Tier als perfekte Einheit auftreten. Dieses Verschmelzen dient den Mazda Ingenieuren als Vorbild für eine ideale Fahrmaschine, die dem Piloten bereits mit bescheidener Motorstärke maximalen Fahrspaß beschert. Anfangs genügten dem MX-5 dafür 1,6 Liter Hubraum und eine Leistung von 85 kW/115 PS, ab dem Jahr 1995 zeitweise sogar 66 kW/90 PS als Basismotorisierung.

Die Presse überschlug sich von Beginn an in Lobeshymnen und der kleine Sportwagen sammelt bis heute internationale Auszeichnungen und Trophäen wie kaum ein anderer. Fast 200 bedeutende Awards sind es bereits, dabei Titel wie „Car of the Year“ in Japan oder „Automobile of the Year“ in den USA und – außergewöhnlich für einen Roadster – auch Zuverlässigkeitspreise wie „Top Trouble Free Car“. In Tests und Fahrberichten ist der Mazda MX-5 ohnehin von Beginn an auf Sieg abonniert, so absolvierte er als einer der ersten Roadster der Automobilgeschichte problemlos einen 100.000-Kilometer-Dauertest. Nur ein ernster Problempunkt musste anfangs ausgeräumt werden: Die viel zu kleinen Produktionskapazitäten. Der MX-5 entfachte einen globalen Hype, der alle Erwartungen übertraf und zu langen Lieferzeiten führte. So wurde der Roadster in Deutschland erst im Frühling 1990 eingeführt, obwohl er schon im Herbst 1989 auf der Frankfurter IAA sein Europa-Debüt feierte. Es dauerte keine drei Tage bis das erste für Deutschland bestimmte Jahreskontingent verkauft war, eine Knappheit, die Mazda nur allmählich mit immer größeren Lieferkontingenten lösen konnte.


Tatsächlich stiegen die Verkaufszahlen in Europa bis ins Spitzenjahr 1999 auf über 21.000 MX-5 pro Jahr an. Aus der Lust auf den sympathischen Luftikus war wahre Liebe geworden, gefördert durch immer neue limitierte Sondermodelle und Collector-Editions. Den Anfang machte im Jahr 1991 – wie sollte es anders sein? - der MX-5 in „British Racing Green“ als stilvolle Hommage an die englische Roadstertradition. Bis heute sind allein in Deutschland über 30 Sonderserien des MX-5 verkauft worden. Vom peppigen „SunRacer“, über den kirschroten „Bi-Color“ und den eleganten „Cosmo“ bis hin zum sentimentalen „Memories“ und dem exotischen „Mithra“ reicht die Range. Nicht zu vergessen die limitierten Jubiläums-Sammlermodelle „10th Anniversary“ bzw. „20th Anniversary“.

Wer so viel Leidenschaft vermittelt wie der Mazda MX-5, will diese auch teilen: Kaum ein anderer Roadster verfügt über eine so große Club- und Forenszene wie der japanische Sportwagen. Weit über 200 MX-5 und Miata Clubs wurden seit 1989 weltweit gegründet. Immer neue Weltrekorde zählen fast schon zum Pflichtprogramm der Mitglieder. Zum ersten Mal fuhr der MX-5 im Mai 1993 ins Guinness Buch der Rekorde. Der Miata Club of America versammelte damals 242 Roadster auf der Rennstrecke von Indianapolis. Im Juni 2013 stellte der MX-5 seinen jüngsten Weltrekord auf als im niederländischen Lelystad ein Korso aus 683 Mazda MX-5 für einen neuen Eintrag im Guinness Buch sorgte. Auch im Motorsport hat der MX-5 eine weltweite Fangemeinde. In Japan, verschiedenen europäischen Ländern und in den USA gibt es seit den frühen 1990er Jahren Markenpokalserien bei Rundstreckenrennen.

Für technische Sensationen sorgte der Mazda MX-5 sogar als Concept Car mit alternativen Antrieben. So besetzte der Roadster schon 1991 eine Pionierrolle mit elektrischem Antrieb. Zwei Jahre später ging ein MX-5 mit Brennstoffzellenantrieb in den Praxistest. In der Großserie blieb die erste Generation des Mazda MX-5 mit dem internen Seriencode „NA“ dagegen über die gesamte Laufzeit von knapp neun Jahren fast unverändert. Kleine Facelifts vermittelten ausreichend Frische bis zum Modellwechsel im Januar 1998 nach 431.506 Einheiten. Davon fanden 33.911 MX-5 den Weg nach Deutschland.

Die zweite MX-5 Generation (NB): Evolution statt Revolution

Weltpremiere feierte die zweite Generation (interner Code „NB“) bereits auf der Tokyo Motor Show 1997, in Deutschland startete der neue MX-5 jedoch erst im Frühling 1998. Als Trendsetter genoss der japanische Roadster weltweiten Kultstatus, wurde aber inzwischen von einer ganzen Meute an Rivalen gejagt. Entsprechend groß war der Aufwand, mit dem Mazda seine Ikone vorsichtig veränderte und weiterentwickelte. Evolution ohne Veränderung des Charakters, war die Vorgabe von Projektmanager Takao Kijima. Zu erkennen gab sich die zweite Serie des MX-5 an einem etwas stattlicheren Auftritt und der Front mit mandelförmigen Scheinwerfern anstelle der bisherigen Klappscheinwerfer. Unter der muskulös geformten Motorhaube arbeiteten neue Vierzylinder-Motoren mit Vierventil-Technik. Zur Wahl standen ein 81 kW/110 PS starkes 1,6-Liter-Aggregat und ein 103 kW/140 PS freisetzendes 1,9-Liter-Kraftwerk. 2001 stieg dessen Leistung durch eine variable Ventilsteuerung auf 107 kW/146 PS, womit der MX-5 die auf manchen Märkten psychologisch wichtige 200-km/h-Marke knackte. Hinzu kam ein Sechsganggetriebe, das vorher nur für Sondermodelle verfügbar war.

Trotz dieser technischen Aufrüstung, die flankiert wurde durch ein aufwändiges Fahrwerk mit doppelten Dreiecks-Querlenkern an allen vier Rädern, waren Tempo und Temperament für die meisten Käufer des scheinbar ewig jungen Sonnengotts nachrangig. Es war weiterhin die Freude am handlichen, offenen Auto, die die Bestsellerkarriere des MX-5 beschleunigte. So fand der MX in der Serie NB in Deutschland 50.923 Fans – noch mehr als der Vorgänger. Wichtiger waren jedoch die internationalen Erfolge: Schon seit Mai 2000 steht der Nachfahre des Roadsters englischer Prägung im Guinness Buch der Rekorde als meistverkaufter offener Zweisitzer aller Zeiten mit damals 531.890 Einheiten. Eine Zahl, die bis heute beständig nach oben korrigiert werden muss, mittlerweile ist die Millionen-Marke in Reichweite.



Die dritte MX-5 Generation (NC): Stilikone und Trendsetter bei der „Gramm-Strategie“

Zurück zu den Ursprüngen, lautete die Richtlinie, die Mazda Chefdesigner Yasushi Nakamuta für die Entwicklung der dritten Generation des MX-5 mit dem internen Code „NC“ ausgab. Extrem leichtgewichtig und handlich wie einst, aber etwas geräumiger im Interieur für großgewachsene Roadsterfans sollte die Ikone werden. Dazu mehr Gepäckraumvolumen für Getränkekästen und Koffer, aber auch ein noch torsionssteiferes Monocoque und ein überarbeitetes Fahrwerk. Derart nachgeschärft gelingt es dem Roadster nach seinem Debüt auf dem Genfer Automobilsalon 2005 die bereits eindrucksvolle Bestzeit des Vorgängers auf der legendären Nürburgring-Nordschleife um nicht weniger als 15 Sekunden zu unterbieten.

Unter der Haube des Sportlers arbeiten neue Herzen mit mehr Leistung und Drehmoment. Alternativ stehen ein 118 kW/160 PS starkes 2,0-Liter- oder ein 93 kW/126 PS entwickelndes 1,8-Liter-Triebwerk zur Wahl, die beide in sogenannter Front-Mittelmotor-Bauweise längs im Motorraum installiert werden. Damit rücken sie näher an den Schwerpunkt des Wagens und optimieren das Handling des leichtgewichtigen Sportlers. Tatsächlich beträgt das Leergewicht des athletischen Racers mit 1.080 Kilogramm nur zehn Kilogramm mehr als beim Vorgänger. Das Ergebnis des Einsatzes von hochfesten Stählen und von Aluminium etwa bei Kofferraumdeckel und Motorhaube. Damit setzte der Mazda MX-5 den Anfang zur aktuellen „Gramm-Strategie“ von Mazda mit Maßnahmen zur Gewichtssenkung, die heute bei allen Modellen fester Entwicklungsbestandteil sind. Die Ursprünge der „Gramm-Strategie“ finden sich sogar noch früher bereits beim MX-5 „NA“, dessen Entwicklung in den 1980er Jahren als Lightweight-Sportscar begann. 

Einen Blick in die mögliche Zukunft des Leichtbaus gewährte 2009 die Studie Mazda MX-5 Superlight, die vom europäischen Entwicklungs- und Forschungszentrum Oberursel (bei Frankfurt) präsentiert wurde. Tatsächlich wurde auch das Interieur der aktuellen Mazda MX-5 Generation in Oberursel entwickelt, während das Exterieur in Japan entstand. Dies war das Resultat eines Wettbewerbs zwischen den drei Mazda Designstudios in Japan, USA und in Deutschland.

Kurz gesagt, der Klassiker machte nach gut 16 Jahren zum ersten Mal alles neu und noch besser, blieb aber im Kern doch das Original. Jeder kennt den Mazda MX-5 und das sollte auch so bleiben. Genau das richtige Konzept, um allmählich auf dem Markt wieder eine Alleinstellung zu besitzen, denn die vorübergehenden Konkurrenten des sportlichsten Mazda räumten fast alle das Feld. Für Mazda Anlass, eine zusätzliche Roadster-Spezies zu erfinden: Das Mazda MX-5 Roadster Coupe mit elektrisch faltbarem Hardtop. In rekordverdächtig schnellen zwölf Sekunden öffnet oder schließt sich das feste Dach und legt sich hinter den Sitzen ab. Im Unterschied zu konventionellen Coupé-Cabrios bleibt das Kofferraum-Volumen des MX-5 uneingeschränkt erhalten. Seit Januar 2007 wird das MX-5 Roadster Coupe parallel zum klassischen MX-5 Roadster mit Textildach angeboten.

Zwei Facelifts in den Jahren 2009 und 2012 genügten, um den Spaß am sportlichen Fahren weiter zu steigern. Kaum ein anderes Fahrzeug verkörpert intensiver die Liebe zur Sonne und zum Wind im Gesicht, aber auch zu großen Innovationen. Davon künden nicht nur zahlreiche Concept Cars als Technologieträger, sondern auch Meilensteine wie die 2012 eingeführte aktive Motorhaube für erhöhten Fußgängerschutz. Der Mazda MX-5 bleibt seiner Rolle als Trendsetter unter den Roadstern treu. Und ist auch nach über 927.000 weltweit verkauften Einheiten gut für weitere Überraschungen.

Quelle: Mazda Deutschland https://www.mazda.de/

Die vierte MX-5 Generation (ND): Erfahrung aus 3 Generationen

Mazda präsentierte die vierte Generation des MX-5 am 7. September 2014 gleichzeitig in drei Ländern (USA, Spanien und Japan). Das neue Modell wurde dann im Oktober 2014 auf dem Pariser Autosalon und im November 2014 auf der Los Angeles Auto Show vorgestellt. Die Produktion startete am 4. März 2015. Produktionsort ist weiterhin Hiroshima in Japan. Der Roadster wurde am 12. September 2015 offiziell bei den deutschen Händlern dem Publikum vorgestellt.

Eine im Mai 2012 angekündigte Zusammenarbeit mit Alfa Romeo wurde Mitte 2014 abgesagt. Im November 2015 wurde von FCA der Fiat 124 Spider auf Basis der ND-Plattform vorgestellt. Der Mazda folgt der Kodo-Designlinie; Kodo bedeutet etwa "Seele der Bewegung".

Das neue Modell ist um 105 Millimeter kürzer und bei vergleichbarer Ausstattung über 100 Kilogramm, als Basisversion 82 kg leichter als der Vorgänger: Die Karosserie um 20 kg, Motor um 18 kg, Getriebe um sieben Kilogramm, Sitze um acht kg. Teile an Rahmen, Achsen und Karosserie – hier beispielsweise die Haube – bestehen aus Aluminium. Das Stoffverdeck, das ab der zweiten Ausstattungsstufe dicker und damit besser gedämmt ist, wird wie beim vorigen Roadster manuell bedient. Eine Ausführung mit elektrisch betätigtem Klappdach, wie sie im Vorgängermodell ab 2008 unter der Bezeichnung Roadster Coupé verkauft wurde, stellte Mazda auf der New York International Auto Show 2016 als MX-5 RF vor. Das Cockpit ähnelt dem des Mazda2 und CX-3.

Der vierte MX-5 ist wie seine Vorgänger nur mit Ottomotor verfügbar und hat ebenso wieder Hinterradantrieb. Die Einstiegsversion hat einen neuen 1,5-Liter-Ottomotor mit 96 kW (131 PS), während in der stärkeren Ausführung ein Zweiliter-Triebwerk mit 118 kW (160 PS) zum Einsatz kommt. Beide Motoren sind Direkteinspritzer ohne Turbolader: Mazda nennt dies SkyActiv-Technik; sie beinhaltet u. a. eine Verdichtung bis zu 14:1, Muldenkolben, Motorblock aus einer Aluminium-Legierung, Mehrlochinjektoren und 30 % weniger Reibung. Bis Februar 2011 hatte Mazda dafür nach eigenen Angaben mehr als 130 Patente beantragt. Die Kurbelwelle besteht aus Stahl. Bei beiden Motoren liegt ab 2000/min 80 % des maximalen Drehmoments an. Durch Änderungen an der Nockenwelle und an den beweglichen Teilen konnte die Drehzahlgrenze des 1,5-l-Motors auf 7500/min angehoben werden. Das Schaltgetriebe hat unabhängig von der gewählten Motorisierung immer sechs Gänge. Die Übersetzung der Gänge ist sehr kurz (z. B. 1. Gang: 5,087:1); das Differential hingegen ist mit 2,86:1 sehr lang ausgelegt. Die Länge der Schaltwege blieb wie bei den Vorgängern bei 40 mm. Ein Automatikgetriebe wird in Deutschland nur für den MX-5 RF angeboten werden.

Der MX-5 verteilt sein Gewicht gleichmäßig auf beide Achsen, eine 50 : 50 Gewichtsverteilung. Das Fahrwerk hat vorne Doppelquerlenker und hinten eine Multilink-Aufhängung. Die Bremsanlage nutzt Scheibenbremsen an beiden Achsen, vorn innenbelüftet; ihr Durchmesser beträgt beim schwächeren Modell ca. 250 mm, beim stärkeren 280 mm. Die Lenkung wird zum ersten Mal beim MX-5 elektrisch unterstützt.

Modellpflege 2019
Zum Modelljahr 2019 wurden die Motoren an die Euro 6d-TEMP-Abgasnorm angepasst. Sie wurden auch für bessere Gasannahme überarbeitet. Der 2 l-Motor erreicht nun 135 kW (184 PS).
Weiter gibt es fünf neue Fahrerassistenzsysteme.

Mazda MX-5 30TH ANNIVERSARY Sondermodell Auf 3.000 Exemplare weltweit limitiert – 350 Stück für den deutschen Markt, die Limitierung beläuft sich auf 250 Modelle MX-5 Roadster und 100 Modelle MX-5 RF.
Highlights: Außenfarbe Racing Orange (Uni-Lackierung), Brembo Bremsanlage vorne mit Bremssätteln in Orange,
Nissin Bremsanlage hinten mit Bremssätteln in Orange, 17-Zoll RAYS Schmiedefelgen mit 30TH ANNIVERSARY Gravuren, RECARO Sportsitze in Leder-Alcantara-Kombination mit Ziernähten in Orange, Armaturenbrettverkleidung unten in Alcantara mit Ziernähten in Orange, Türverkleidungen in Alcantara mit Ziernähten in Orange, Bilstein-Sportstoßdämpfer und BOSE Sound System serienmäßig an Bord. Europadebüt auf dem Internationalen Automobil-Salon Genf.

Modellpflege 2020
Es gibt nur noch zwei Ausstattungsvarianten, die "Basisvarianten" sind ausschließlich mit dem kleineren Benzinmotor Skyactiv-G 1.5 mit 1,5 Liter Hubraum und 97 kW/132 PS erhältlich. Neu sind die serienmäßigen Einstiegsleisten und die perforierten Ledersitze, welche zudem nun über graue statt der bisherigen roten Nähte verfügen. Optional erhältlich ist nun die neue Metallic Lackierung Polymetal Grau.
Die zweite Ausstattungsvariante „Selection" beinhaltet unter anderem die Ausparkhilfe (RCTA), den Spurwechselassistent Plus (BSM), das Matrix LED-Lichtsystem, eine Einparkhilfe hinten, das schlüssellose Zugangssystem Login, ein BOSE Sound-System und das Mazda SD-Navigationssystem. Der Mazda MX-5 Roadster Selection und Mazda MX-5 RF Selection sind zusätzlich zum Skyactiv-G 1.5 auch mit dem leistungsstärkeren Skyactiv-G 2.0 mit 2,0 Liter Hubraum und 135 kW/184 PS kombinierbar. Neben den bereits vorher verfügbaren Sport- und i-Activsense Paketen ergänzt nun ein Design Paket die Optionenpalette. Wer sich für diese Option entscheidet erhält beim Mazda MX-5 Roadster Selection beige Ledersitze, sowie Innenraumapplikationen und ein braunes Stoffverdeck. Beim Mazda MX-5 RF Selection wird der beige Innenraum mit einem schwarzen Hardtop (Dachmittelteil) kombiniert.

Mazda MX-5 Edition100
Der Mazda MX-5 erschien zum Markenjubiläum in einer ganz besonderen Optik. Die Sitze und Innenraumapplikationen des Sondermodells Edition100 waren in einem kontrastreichen burgunderroten Nappaleder gehalten. Dazu kamen anthrazitfarbene 16-Zoll RAYS Leichtmetallfelgen beim Mazda MX-5 Skyactiv-G 1.5 und schwarze 17-Zoll BBS Leichtmetallfelgen für den größeren 2.0 Liter Benziner. Die Spiegelkappen waren ebenfalls schwarz. Beim Mazda MX-5 RF war auch das Dachmittelteil schwarz lackiert.
Serienmäßiges Feature: i-Activesense Paket, das mit City-Notbremsassistent Plus (SCBS R), Müdigkeitserkennung (DAA), Rückfahrkamera, Verkehrszeichenerkennung (TSR) und einem 4,6 Zoll TFT-Display mit erweiterter Anzeige im Instrumententräger.

Mazda MX-5 100TH ANNIVERSARY Sondermodell
Exklusive Sondermodellreihe zum hundertjährigen Jubiläum, Strenge Limitierung: Nur 100 Fahrzeuge waren für Deutschland verfügbar, Farbgebung mit weißer Außenlackierung und rotem Interieur erinnert an den Mazda R360, Außenfarbe: Satinweiß Metallic, Burgunderrote Leder- oder Nappaleder-Sitze, Fußmatten und Fahrzeugteppiche,Teilweise Weiße Kunstleder-Highlights in den Türen, an der Mittelkonsole und am Armaturenträger, 100TH ANNIVERSARY Logo als Badge außen am Fahrzeug und auf den Fußmatten,100TH ANNIVERSARY Logo auf den Radnarbendeckeln und gestanzt auf den Kopfstützen und dem Fahrzeugschlüssel, Stoffverdeck in Burgunderrot, Zu jedem Sondermodell erhielt der Käufer zudem ein hochwertiges Mazda Fotobuch mit den automobilen Meilensteinen von Mazda und ein 1:43 Modell des ersten Mazda PKW Mazda R360.

Quelle: Mazda MX-5 - Wikipedia, Mazda Motors (Deutschland) GmbH, https://www.mazda.de/



Autogrammkarte von Nobuhiro Yamamoto
MX-5 Projektmanager

 



Glossar

Was bedeutet MX-5
Mazda Experiment Project. Zuerst gab es die Versionen 02-04, die Version 05 ist die finale Version,
dann wurde die 0 einfach weggelassen und die Bezeichnung MX-5 war entstanden.

Was bedeutet NA, NB, NC, ND
Es handelt sich eigentlich um Mazda interne Bezeichnungen. N steht für die Plattform, A für die Generation, also beim NA handelt es sich um die erste Generation usw.
Diese Bezeichnungen haben sich in der MX-5 Szene etabliert.

Was bedeutet MIATA
Es ist die offizielle Bezeichnung für den amerikanischen Markt, MIATA ist ein altdeutsches Word für Belohnung.